Jahr: 2014 | Grad: 5

Hörbeispiel

Noten

Concert Band

Kommentar

Versunkene Welten – verhexte Schlösser – reiche und böse Despoten, die kaltherzig arme Menschen verjagen – dunkle Gestalten – Rache – Atlantis. Das sind Schlagworte, wie wir sie aus Sagen, Märchen und Legenden kennen.

So gab es einer Sage nach das Geschlecht der Dunkelsteiner, die in einer großen und mächtigen Burg wohnten., umgeben von einer großen Stadt. Sie waren sehr reich und kaltherzig – dabei verloren sie jeglichen Bezug zur Realität und reinigten das Söhnchen des Burgherren, nach dem es in den schlammigen Burggraben gefallen war, mit frischem Brot.

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Die Antwort war ein unheimliches Donnern und es stieg ein Gewitter auf. Nachts klopfte es am Schlosstor und 2 Männer, die einen Knaben trugen, baten um Einlass. Die Schlossleute verweigerten ihnen den Zugang und nach der Bitte um ein Stück Brot , wurden sie verjagt. Als die Hunde von den Ketten gelassen wurden flüchteten die Männer und zogen in tiefer Nacht von Haus zu Haus. Niemand lies sie ein – als Bettler wurden sie verjagt – nur der Türmer gab ihnen im Turmzimmer Quartier. Da es aber für 3 Leute viel zu klein war, zogen sie in die dunkle Wetternacht hinaus. Um Mitternacht begann es plötzlich zu zittern und krachen. Als nächsten Morgen die Sonne aufging war die Stadt verschwunden.

Nur mehr die Spitze des Kirchturms ragte aus der Erde. Als Andenken an dieses Ereignis baute der einzig Überlebende, der Türmer diesen Kirchturm zum heutigen Peterskircherl um. Auf der umliegenden Peterwieseliegen noch heute Mauertrümmer und im angrenzenden Peterwald kann man die Grundform eines Schlosses erkennen. Der Sage nach kann man das Klagen der Städter und Schlossherren noch zu jener Mitternacht hören, wenn der Peterstag (29. Juni) auf einen Neumond fällt. „Wünsch dir das aber nicht! Wessen Ohr das hört, dessen Auge sieht noch vor Weihnachten einen Verwandten sterben!“

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