Jahr: 2013| Grad: 4

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Concert Band

Kommentar

1942: Stillstand der deutschen Truppen an der Ostfront. Russland, Großbritannien und die USA schließen einen Vertrag zur gegenseitigen Waffenhilfe und Beistand. Deutsche Städte werden durch Großbombardements zerstört. Erste Nachrichten von Gewaltverbrechen gegen Juden und Polen dringen von heimkehrenden Soldaten nach Deutschland durch. Unter den Heimkehrern sind auch Alexander Schmorell und Hans Scholl. Die beiden gründen in München die Studentengruppe „Weiße Rose“, zu der neben Hans Scholls Schwester Sophie noch weitere Studenten und ein Universitätsprofessor stoßen. Im Sommer 1942 werden erste Flugblätter, die zum Sturz des Naziregimes aufrufen, verfasst. Unter dem Eindruck der Niederlage von Stalingrad 1943 schreibt die Gruppe unter Einsatz ihres Lebens Parolen an Häuserwände, verschickt Flugblätter und verteilt sie an der Münchner Universität. Dies wird den Geschwistern Scholl am 18.2.1943 zum Verhängnis. Der Hausmeister der Universität erwischt beide und liefert sie an die Gestapo aus. Es folgen Verhöre, in denen Sophie Scholl und ihr Bruder die Tat gestehen. Vier Tage später werden sie und ein weiteres Mitglied der Gruppe im Volksgerichtshof dem gefürchteten Richter Roland Freisler vorgeführt und zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Das Urteil wird noch am gleichen Tag vollstreckt.

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Der Hausmeister der Universität erwischt beide und liefert sie an die Gestapo aus. Es folgen Verhöre, in denen Sophie Scholl und ihr Bruder die Tat gestehen. Vier Tage später werden sie und ein weiteres Mitglied der Gruppe im Volksgerichtshof dem gefürchteten Richter Roland Freisler vorgeführt und zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Das Urteil wird noch am gleichen Tag vollstreckt. Die Weiße Rose kämpfte mit Worten gegen ein brutales und menschenverachtendes Regime. Ihr Gewissen befahl den Mitgliedern, so zu handeln, und nicht im Meer der schweigenden Mehrheit mitzuschwimmen. Damals musste man wegen seiner politischen Meinung sterben – heute ist Politikverdrossenheit und Desinteresse besonders unter jungen Menschen weitverbreitet. Eigenständiges Denken, politische Positionen beziehen und danach handeln, ein Gefühl für Recht und Unrecht entwickeln: Dies alles sollte jeder freie Mensch in Gedenken an die Weiße Rose beherzigen.

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